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Internationale Konferenz: Gemeinsam für starke Rechte freischaffender Musiker:innen

Wie lassen sich faire Honorare, soziale Sicherheit und eine starke Interessenvertretung für freischaffende Musiker:innen weltweit durchsetzen? An der zweiten Internationalen Freelance-Konferenz der Internationalen Musiker-Föderation (FIM) in Brighton entwickelten Fachleute und Verbandsvertretungen gemeinsame Antworten.

Am 21. und 22. Oktober 2026 brachte die Konferenz in Brighton Vertreter:innen von Musikergewerkschaften und Berufsverbänden aus aller Welt zusammen. Sie diskutierten konkrete Wege, um Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und Zukunftsperspektiven freischaffender Musiker:innen zu verbessern. Der SMV brachte die Schweizer Sicht in den internationalen Austausch ein.

Globale Herausforderungen, konkrete Lösungen

Faire Vergütung, rechtliche Absicherung, gewerkschaftliche Vertretung, tragfähige Portfolio-Karrieren und stabile Einkommen prägten die Debatten. Teilnehmende aus Europa, Nord- und Südamerika, Afrika und weiteren Regionen teilten ihre Erfahrungen und stellten erfolgreiche Modelle vor, die freischaffende Musikschaffende wirksam unterstützen.

Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen ähneln sich die Herausforderungen weltweit: schwankende Einkommen, lückenhafte soziale Absicherung, geringe Verhandlungsmacht gegenüber Auftraggebenden sowie neue Unsicherheiten durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Zugleich machten erfolgreiche Beispiele Mut – von gewerkschaftlicher Organisation über kollektive Vereinbarungen bis zur politischen Interessenvertretung.

Der SMV bringt sich international ein

Drei SMV-Delegierte und FIM-Vizepräsident Beat Santschi vertraten den Verband in Brighton. Santschi moderierte die internationale Podiumsdiskussion «Den Lebensunterhalt mit Live-Musik in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verdienen». Im Fokus standen die wirtschaftliche Bedeutung der Live-Musik, die angespannte Lage vieler Veranstaltungsorte und Modelle, die freischaffende Musiker:innen gezielt unterstützen und absichern.

Schlusserklärung setzt klare Forderungen

Mit ihrer Schlusserklärung richten die Teilnehmenden klare Forderungen an Regierungen, Kulturinstitutionen, Arbeitgebende und digitale Plattformen: Sie sollen freischaffende Musiker:innen als professionelle Kulturschaffende anerkennen und ihnen gleichwertigen Zugang zu Arbeitsrechten, Sozialversicherungen und kollektiver Interessenvertretung sichern. Gefordert sind zudem faire Honorare, transparente Verträge, wirksamer Schutz vor Diskriminierung und verbindliche Regeln für künstliche Intelligenz, die Rechte und Vergütung der Musiker:innen schützen.

Internationale Zusammenarbeit stärkt Musiker:innen

Die Konferenz unterstrich: Nachhaltige Verbesserungen entstehen nur durch internationale Zusammenarbeit. In grenzüberschreitenden Arbeitsmärkten helfen Erfahrungsaustausch, gemeinsame Standards und gegenseitige Unterstützung dabei, die Arbeits- und Lebensbedingungen freischaffender Musiker:innen dauerhaft zu stärken.

Der SMV führt die Impulse weiter

Der SMV nimmt die Erkenntnisse aus Brighton in seine weitere Verbandsarbeit auf. National und international setzt er sich weiterhin konsequent für faire Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheit und eine starke Interessenvertretung aller Musiker:innen ein.